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Parodontologie

Die Parodontitis, im Volksmund auch Parodontose (veralteter Begriff) genannt, ist eine weitverbreitete Erkrankung des Zahnfleisches und des dazugehörigen Zahnhalteapparates. Parodontitis ist keine seltene Krankheit. Statistisch gesehen, ist jeder dritte Patient von der Zahnerkrankung befallen. Problematisch ist die Tatsache, dass die Krankheit von den Betroffenen zu Beginn des Krankheitsverlaufs gar nicht bemerkt wird. Erst wenn Spätfolgen, wie zum Beispiel eine Zahnlockerung mit drohendem Zahnverlust auftritt, suchen die betroffenen Personen eine Zahnarztpraxis auf. Daher ist es wichtig die frühen Erkennungsmerkmale der Zahnfleischentzündung zu bemerken, um möglichst schnell mit einer Behandlung beginnen zu können.

Behandlung und Symptomatik

Wir von der Praxis Dr. M. Kolski & Dr. M. Kolski bieten in Dortmund eine vollumfängliche Parodontitis Behandlung für Sie an. Sollten Sie die Vermutung haben, von der Zahnfleischentzündung betroffen zu sein, so vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns.

Damit Sie selbst erkennen können, ob Sie unter der Zahnerkrankung leiden, ist es hilfreich, die Symptomatik zu erkennen. Wenn Sie beim Zähneputzen ein blutendes Zahnfleisch bemerken, könnte dies ein erstes Anzeichen für eine Parodontose sein. Prüfen Sie das Aussehen Ihres Zahnfleisches. Sollte dies dunkelrot gefärbt und somit im Gegensatz zu einem gesunden rosa Zahnfleisch aussehen, so ist dies ein weiterer Hinweis auf die Zahnfleischerkrankung. Aber auch starker Mundgeruch kann als Symptom der Erkrankung aufgefasst werden. Sollten Sie sich hinsichtlich spezieller Symptome unsicher sein, können Sie uns natürlich jederzeit kontaktieren und notfalls einen Termin vereinbaren.

Bestimmte Risikogruppen sind dabei deutlich häufig davon betroffen, an einer Padodontitis zu erkranken. Personen die im Beruf oder im Alltag sehr viel Stress erleben, sind weitaus anfälliger für eine Erkrankung des Zahnfleisches als stressfreie Personen. Auch Diabetiker haben statistisch gesehen eine höhere Anfälligkeit für die Zahnfleischentzündung als Menschen ohne Diabetes. Aber auch Personen in der Schwangerschaft oder häufiges und regelmäßiges Rauchen können Ursache für die Zahnfleischerkrankung sein.

Aber auch wenn Sie keiner dieser Risikogruppen angehören, besteht immer noch das Risiko eine Entzündung des Zahnfleisches zu erleiden. Daher scheuen Sie nicht den Kontakt mit uns aufzunehmen, falls Sie sich unsicher bezüglich einer Erkrankung des Zahnapparates sein sollten. Die freundlichen Mitarbeiter der Praxis Dr. M. Kolski & Dr. M. Kolski helfen Ihnen gerne weiter.

Was ist Parodontitis?

Man unterscheidet zwischen einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und einer Parodontitis (Zahnbettentzündung).

Die Gingivitis entsteht durch eine übermäßige Plaque-Anlagerung, v.a. an schwer zugänglichen oder unzureichend gepflegten Zahnbereichen. Dort werden Bakterien aktiv, die Giftstoffe freisetzen, die das Zahnfleisch reizen. Dies macht sich bemerkbar in einer Zahnfleisch-Schwellung, -Rötung und -Druckempfindlichkeit. Die Gingivitis geht nicht immer mit Schmerzen einher, was ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, da die betroffenen Patienten dadurch keinen Handlungsbedarf sehen. Genau hier liegt der Fehler! Bitte beachten Sie hierfür wichtige Warnsignale:

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen
  • Dunkelrot gefärbtes Zahnfleisch
  • Mundgeruch

Die Parodontitis ist die Folge einer unbehandelten Gingivitis. Hierbei geht die Entzündung auf den Zahnhalteapparat über, also das Zahnbett, in dem die Zähne verankert sind. Diese Region, die weit unterhalb des Zahnfleisches liegt, kann von den Patienten mit herkömmlichen Hygienemaßnahmen nicht mehr gesäubert werden. Die Bakterien verbreiten sich rasch in diesem sauerstoffarmen Gebiet, lösen eine Immunabwehrreaktion des Körpers aus, und es kommt zu einem „Selbstzerstörungsprozess“ des Knochens. Folgen hiervon sind Lockerungen der Zähne, bis hin zum Zahnverlust.

Beachten Sie hierfür wichtige Warnzeichen:

  • Übermäßiger Zahnstein
  • Zahnfleischrückgang
  • Berührungsempfindlichkeit und Druckschmerz der Zähne
  • Zahnlockerung

Zu der Risiko-Gruppe für Parodontitis gehören folgende Patienten:

  • Personen mit viel Stress
  • Diabetiker
  • Schwangere
  • Raucher

Falls Sie die oben genannten Symptome aufweisen und womöglich noch zusätzlich in die Risiko-Gruppe fallen, wenden Sie sich bitte umgehend an uns. Wir beraten Sie gerne.

Therapie der Parodontitis

Wir führen eine genaueste Inspektion Ihres Zahnfleisches durch, begleitet von einer detaillierten Befunderhebung und röntgenologischer Diagnostik, um mögliche – wenn auch nur beginnende – parodontologische Erkrankungen zu erkennen und diese je nach Ausmaß zu therapieren.

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Möglichkeiten, eine Parodontitis-Erkrankung zu behandeln.

Die Therapie richtet sich immer nach dem Grad des Ausmaßes einer solchen Erkrankung. Sie beginnt mit der konventionellen Therapie, die ein Reinigen der befallenen Zahnoberflächen mit speziellem Instrumentarium unterhalb des Zahnfleisches – in den sogenannten Zahnfleischtaschen – unter lokaler Betäubung beinhaltet. Dies erfolgt nach einer Vorbehandlung, unterstützt von einer detaillierten Hygiene-Instruktion, die von unseren Prophylaxe-Helferinnen durchgeführt wird.

Ist der Knochenabbau-Prozess schon so weit fortgeschritten, dass er konventionell nicht mehr behandelt werden kann, und bereits starke Zahnfleischdefekte entstanden sind, so müssen wir auf die Methodik der Mikrochirurgie und ggf. auch die des Knochenaufbaus, der sogenannten „Augmentation“, zurückgreifen.

Die Mikrochirurgie muss dann angewendet werden, wenn herkömmliche Parodontitis-Therapien nicht mehr ausreichend sind. Sie umfasst:

  • Das Entfernen von Schleimhautwucherungen, bedingt durch Zahnfleischentzündungen
  • Das plastische Decken von „Rezessionen“, d.h. Stellen, an denen sich das Zahnfleisch unwiderruflich zurückgebildet hat, mit Hilfe von Bindegewebstransplantaten
  • Das Erhalten von stark gelockerten Zähnen in Kombination mit Knochenaufbau
  • Das Ermöglichen einer besseren Mundhygiene an komplizierten Zahnfleisch-Stellen, an denen eine immer wieder zurückkehrende Entzündung besteht

Insgesamt stellt die Mikrochirurgie in der Parodontal-Therapie eine konservative, d.h. erhaltende Maßnahme für Zähne dar.

Die Methodik der Augmentation (=Knochenaufbau) ermöglicht es uns gesunde, jedoch durch eine Parodontitis betroffene und dadurch stark gelockerte einzelne Zähne wieder zu stabilisieren, indem man ihr geschwächtes Knochenbett mit Knochenersatzmaterial auffüllt und somit eine „Reossifikation“, d.h. den Prozess einer neuen Verknöcherung um den Zahn, ermöglicht.

Die Knochenersatz-Materialien können aus dem eigenen Knochen gewonnen werden, tierischen oder synthetischen Ursprungs sein. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.